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Interview mit dem 1. Vorsitzenden der Gesellschaft Einigkeit in Bergheim, Martin Jansen

Herr Jansen, die Gesellschaft wurde 1954 gegründet. Was sind für Sie persönlich die Höhepunkte in 50 Jahren Vereinsgeschichte?

In den 50 Jahren gab es sicher eine Reihe von Höhepunkten. In den Anfangsjahren die vielen Theaterveranstaltungen, wie mit Willi Millowitsch, oder den Konzerten mit den Wiener Sängerknaben und den Shows mit Lou van Burg, Rudi Carell und Heinz Schenk. Ganz sicher gehörten die Reiterbälle dazu, die viele Stars nach Bergheim lockten. Sogar der damalige Bundespräsident Walter Scheel gehörte dazu. Kirmes oder Oktoberfest wurden groß gefeiert, mit einer Original Bayrischern Kapelle. Für das leibliche Wohl sorgten wir mit unserer eigenen Küche. Vergessen möchte ich auch nicht die vielen tollen Karnevalssitzungen nicht.

Und welche Tiefpunkte mußte der Verein in dieser Zeit erleben?

In jedem Verein gibt es Höhen und Tiefen. Einen Tiefpunkt gab es Ende der 80ziger, wo der Verein fast vor dem Aus stand. Hier halfen eine Reihe von Freunden und Gönnern aus den Reihen der Senatoren finanziell, den Verein wieder auf eine gesunde Basis zu stellen. Nicht zu vergessen die vielen helfenden Hände der Vorstandsmitglieder bei den vielen Veranstaltungen führten mit zu der Gesundung der Gesellschaft.

Könnten Sie kurz skizzieren, was die „Einigkeit“ ausmacht, was Sie persönlich mit diesem Verein in Verbindung bringen?

Als junger Mensch wurde ich Mitglied in diesem Verein, einfach, weil Sie in Bergheim auch viel für die Jugend veranstaltete, Denke ich an die vielen Beatbälle mit vielen tollen Bands, wie die „Sykriders“, den „Mothleys“ um nur einige zu nennen, so komme ich heute noch ins Schwärmen. Hinzu kamen die durchgeführten Familienabende der „Einigkeit“. Auf einem dieser Familienabende lernte ich meine Ehefrau kennen.

Daß mein Vater Mitgründer der Gesellschaft war, ist sicherlich auch ein Grund dafür gewesen, sich für den Verein einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Das Ziel bleibt nach wie vor den Leuten Freude zu bereiten durch eine Vielzahl von Veranstaltungen und wie es im Untertitel heißt - Verein zu Förderung vaterstädtischer Feste -.

Einen Teil der „Einigkeit“ macht die Karnevalsgesellschaft aus, die in jedem Jahr eine Fete an Weiberfastnacht sowie eine Kostüm- und Prunksitzung organisiert. Auf welche Höhepunkte können sich die Gäste in dieser Session freuen?

Seit einigen Jahren veranstalten wir an den Karnevalstagen mehrere Veranstaltungen, wie Weiberfastnacht und seit drei Jahren „Viva Colonia“ am Samstag mit großem Erfolg. In diesem Jahr u. a. mit dabei, die Boore mit Ihrem Hit - Rut sind de Ruuse.....-, aus Berhgeim „5010“ u.v.m. ....

Erstmals im neuen Medio unsere „Große Kostümsitzung“, die wegen der Kürze der Session bereits am 07. Januar 2005 stattfindet. Bekannte Kräfte aus dem rheinischen Fasteleer, u.a. Die Kolibris, Die 3 Colonias, Et Botterblömche, Colörs, die Tanzgruppe Winzer und Winzerinnen, die Ratsherren Unkel u.v.m konnten verpflichtet werden.

Wie sehen Sie persönlich den Umzug ins neu errichtete Medio.Rhein.Erft, in dem auch die Jubiläumsveranstaltung und der Festkommers stattfanden?

Dem Umzug in das neue Medio stehe ich eigentlich recht positiv gegenüber, zumindest was die Karnevalssitzung angeht. Die große Bühne ist sicherlich für das Publikum besser als im Zelt, wie es ja bei unserer Jubiläumsgala schon der Fall war. Was mir Sorge bereitet, sind die hohen Kosten für eine solche Veranstaltung im Medio. Da sehe ich ein großes Problem auf uns zukommen. Hier muss sicherlich noch eine verträgliche Regelung für alle Seiten gefunden werden.

Was bringt die Zukunft?

Was bringt die Zukunft? Eine Tatsache ist, dass wir auch weiterhin mit unseren Veranstaltungen dazu beitragen wollen, den Bürgern unserer Stadt weiterhin Freude zu bereiten.

Besten Dank für das Interview.


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